POLO – DER EXKLUSIVE SPORT IN KUNST VEREINT

(c) Rhea Silvia Will
(c) Rhea Silvia Will

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Polo ist eine Sportart wie keine andere. Es zeigt die kraftvolle Bindung zwischen einem Spieler und seinem Pferd. Polo gehört zu den ältesten Mannschaftsportarten und wird auch gern „Sport der Könige“ genannt. Seine Hoheit Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum hat den „Sport der Könige“ in den Vereinigten Arabischen Emiraten hoffähig gemacht. Das mittlerweile viertwichtigste Polo-Event der Welt findet immer im Frühjahr in Dubai statt.

Die Künstlerin Rhea Silvia Will von Polo Pics schafft es mit strahlenden Farben diesem exklusiven Sport, dessen Kraft, Eleganz und Energie es versprüht, Ausdruck zu verleihen. Die Kombination von rasantem Polo-Spiel und Kunst funktioniert.

 

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Wie entstand die Idee für Polo Pics?

Als hauptberufliche Innenarchitektin, Künstlerin und langjährige Reiterin waren die Grundlagen von Haus aus vorhanden. Irgendwann (vor nun etwa 10 Jahren) kam mein Interesse für Polo auf, und hier ging es mir wie den meisten Menschen, die mit Polo in Berührung kommen: ist man einmal vom „Polo-Virus“ infiziert, lässt es einen nicht mehr los. Die Faszination ist so groß! Als Künstlerin und Innenarchitektin habe ich mich schon immer mit „Räumen“ auseinandergesetzt; seien es zwei- oder drei- oder vierdimensionale Räume, oder - seit kurzem - auch virtuelle Räume. Die logische Konsequenz war somit diese beiden Leidenschaften, Kunst und Polo, miteinander zu verbinden. Außerdem passt Polo zu meinen Grundthemen, mich in der Kunst auszudrücken: Energie, Kraft, Lebensfreude, aber auch Fokussierung und Kontemplation und besonders deren jeweiligen Quellen bzw. Ursprünge zu ergründen und zu finden, in sich selbst und im Aussen, um diese dann „anzuzapfen“, abzurufen und für sich nutzen zu können >> die Quellen von positiver Energie!!

Polo ist für mich in sich schon die Quelle für pure Kraft, Energie und Lebensfreude - selbst als Zuschauerin (ich bin dabei Polo zu lernen) - und dazu habe ich mir nun das Thema gestellt, dies in Bildform auszudrücken, wobei sich mein Stil und Ausdruck im Moment fast wöchentlich ändert und ich sehr viel experimentiere, sowohl abbildend als auch ungegenständlich.

 

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Welche Materialien (Leinwand, Farben) nutzen Sie dafür?

Von den traditionellen Medien am liebsten Leinwand, Holzkörper und Papier, mit strahlenden Acrylfarben, aber auch farbige Tuschen und Tinten, Acrylmarker/ Acrylstifte und Wachsstifte. 

Scribbeln, skizzieren und Zeichnen tue ich oft vorher mit Tuschestiften auf Skizzenpapier, das kann aber auch als finales Bild entstehen oder als Teil eines Mixed-Media Bilds, denn ich bin auch ein sehr grosser Fan der „neueren“ Medien, wie Malen und Zeichnen am PC mit Stift und Grafik-Tablett oder direkt mit Stift auf dem Tablet. Dies mische ich auch mit Fotografie, Scans von „originalen“ Malereien, Zeichnungen etc. also „Mixed-Media“ im weiteren Sinn. Manchmal wird es auch ein mehrfach gescanntes und digital bearbeitetes Bild, das ich dann final übermale.

 

 

(c) Rhea Silvia Will "Poloplayer Scribble"
(c) Rhea Silvia Will "Poloplayer Scribble"

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Gibt es Werke an denen Ihr Herz so sehr hängt, dass sie sie nicht verkaufen?

Ja! Eines meiner früheren gemalten abstrakten Bilder mit dem Titel „Vitalität“ und mein allererstes digitales Bild „Meine Heiligen - blau“ (aus einer Serie), das aus einem Scan von abstrakter Malerei und einem Foto entstanden ist. Dieses Bild ist mir so wertvoll, dass ich es nicht einmal der Verbreitung über das Internet aussetzen möchte.

Von den Polo-Bildern ist es im Moment eine Skizze, die sehr schnell entstanden ist und in meinem Instagram auch als Timelapse zu sehen ist, aber ich werde sie voraussichtlich als Druck zum Verkauf freigeben. Hier finde ich in wenigen Strichen gelungen, was ich ausdrücken wollte. Besonders oft sind es die „Initial-Bilder“, an denen mein Herz hängt.

 

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Ist Polo eigentlich ein verbreiteter Sport in Deutschland?

Nein, leider, aber der Sport fängt an sich zu verbreiten. U. a. Dank „German Polo Tour“ haben wir ja tolle Turniere in Deutschland, aber insgesamt scheint komischerweise der Raum München im Gegensatz zu anderen Städten und Regionen in Deutschland, nicht so angenommen zu werden.

 

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Was sind Sie in erster Linie? Interior Designer oder Malerin?

Ein klares BEIDES ;-), da ich es, wie weiter oben schon angedeutet, liebe, Räume zu gestalten, und das können sowohl Bildräume, Gedanken- und Traumräume als auch begehbare Räume sein- 2D und 3D.

Die Grenzen, die über die Medien (zweidimensionaler Bildträger oder dreidimensionaler begehbarer Raum, oder auch virtueller Raum) hinausgehen sind für mich fließend bzw. sind keine mehr, denn ein Bild erschließt einen Gedankenraum für den Ersteller und Betrachter und ein innenarchitektonisch gestalteter Raum kann ein begehbares Kunstwerk oder eine begehbare Skulptur sein (ohne deswegen überhöht oder abgehoben zu sein). Ich liebe es nicht nur Räume zu gestalten, sondern auch die entsprechenden Möbel dazu.

In beiden Disziplinen, Kunst/Malerei und Innenarchitektur, kommen mir auf jeden Fall die Merkmale des jeweils anderen Mediums zugute, nein sie gelten für beide Disziplinen: der Umgang mit Farben, Formen, Proportionen, Perspektive, Materialien, Licht, Schatten, Oberfläche, Psychologie, Emotionen. Ein weites und spannendes Feld.

 

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Was ist in Ihren Augen (gute) Kunst?          

Die im Betrachter positive Reaktionen, Gedanken, Gefühle, Auseinandersetzung auslöst, den Betrachter „pusht“ und ihm auch Kraft und Energie gibt, ihn inspiriert, oder er/sie zur Ruhe kommt >> Kraftquelle und Kontemplation.

Farblich und vom Ausdruck her bin ich persönlich begeistert von strahlenden Farben und positiven Elementen oder auch Ruhe und Ausgewogenheit ausstrahlende Bilder. Kunst darf und soll in jedem Fall Freude machen und „gefallen“. Selbstverständlich kann auch kritische, sich mit sämtlichen menschlichen Themen auseinandersetzende Kunst gute Kunst sein, in der Zugänglichkeit ist es für mich aber eher die vorwiegend positiv besetzte Kunst, die ich selber vorziehe.

 

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Gibt es ein Kunstwerk in Ihrem Leben, das Sie besonders beeindruckt hat?

Ja! Gerhard Richter „Faust“, Triptyhon (WV 459, 460, 461 / jeweils 295 x 225 cm): riesengroß, Gänsehaut, Demut, Kraft, alles auf einmal. Eine Offenbarung!

 

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Was hat Sie zur Kunst geführt, Künstlerin werden lassen?

Eine grosse Rolle spielt sicherlich mein Vater, von dem ich das Zeichen-Talent geerbt habe und der ursprünglich Architekt werden wollte, aber aus diversen Gründen dieser Passion beruflich nicht nachgehen konnte.

Als Kind und Jugendliche bin ich viel umgezogen und bis heute mit vielen Ortswechseln konfrontiert. Das hat mich in jedem Fall bestärkt, wenn ich schon erstmal in einer völlig fremden Umgebung bin, mir meine „4-Wände“ für mich passend einzurichten, um einen Rückzugsort zu haben. Und von klein auf war untrennbar davon das Malen, Zeichnen und Basteln immer mein Begleiter, auch oft mit meinem Vater zusammen, auch teils unter Anleitung verschiedener Künstler mit verschiedenen Medien.

Der innere Antrieb ist das „Schaffen von Räumen“, als Unterstützung für Energie und Kontemplation, wie oben schon erwähnt flächig-2D oder räumlich-3D.

Und was ich nicht sagen kann muss ich malen oder im Bild ausdrücken, für mich und für andere.

Und um es nochmal mit Gerhard Richter (Zitat) zu sagen: „Sich ein Bild machen, eine Anschauung haben, macht uns zu Menschen – Kunst ist Sinngebung, Sinngestaltung, gleich Gottsuche und Religion“.

 

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Welche Art von Kunst oder welche Art von Kunstwerk möchten Sie gern noch realisieren?

Ganz aktuell immer noch die Suche, das Finden und die Beschäftigung Polo und abstrakte Kunst zusammen zu bringen im Bild, Polo zu „abstrahieren“, möglicherweise in wenigen Strichen … Was genau ich damit meine, berichte ich, wenn ich es herausgefunden bzw. gemalt habe.... Ich bin dran….

Und unbedingt realisieren will ich diverse Kunst mithilfe von 3D-Druck, das ist dann im Rahmen von Polo-Themen z. B. Schmuck, Gefäße und Skulpturen. Außerdem stehen die Themen „augmented reality“ und „virtual reality“ bei mir auf dem Programm. Auch hier die komplette Anwendung: Polo, Innenarchitektur, Raum und Bild. Ich habe viel vor.

 

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Wie sieht ein Tag im Leben von Rhea Silvia Will aus?

Innerlich manchmal etwas rastlos, da ich vielseitig interessiert bin und gerne alles auf einmal machen und umsetzen würde – siehe oben, was ich noch realisieren möchte und aktuell realisiere. Oft die Beschäftigung und auch Experimente mit den verschiedenen Medien, also Malen, Zeichnen und am Tablet oder PC arbeiten. Der Versuch meine aktuellen Bildideen umzusetzen und unter einen Hut zu bringen.

Äusserlich genieße ich gerne meinen Wohnort und seine Umgebung: Ich brauche die Natur, das Grün und den Bergblick als Inspiration. Ich bin so oft wie möglich draußen, gehe sehr gerne schwimmen, auch an den bayrischen Seen, manchmal Reiten (Polo leider noch nicht regelmässig) und genieße auch ab und an sehr gerne die bayrische Brotzeit mit Bier, im Sommer natürlich im Biergarten. Das Ganze in Abwechslung mit kundenbezogenen Projekten in der Innenarchitektur, und dem Bilderfinden, denn ich gestalte Bilder, seien sie gegenständlich oder abstrakt, auch komplett auf Kundenwunsch (wie in der Innenarchitektur mit entsprechender Beratung).

 

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Waren Sie schon einmal in Dubai? 

Leider nein, obwohl ich schon vor etwa 25 Jahren das Entwurfskonzept einer grossen, repräsentativen Küche für einen Emirati und seine Frau und Familie geplant habe (der Kontakt besteht bis heute). Leider konnte ich zu der Zeit einen Aufenthalt in Dubai aus privaten Gründen nicht realisieren, aber Dubai steht sicherlich ganz vorne auf der Liste meiner Reiseziele. Ich vermute, dass mich die Kombination aus glitzernder, ultramoderner Metropole, Meer und Wüste sehr inspirieren wird.

 

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Polo ist in den Emiraten ein sehr beliebter Sport. Wird es zukünftig mal eine Ausstellung in Dubai geben?

Daran habe ich bisher noch nicht konkret gedacht, aber jetzt, da Sie fragen ist es sicher ein Thema und wäre Klasse! Ich werde 2018 künstlerisch sicherlich noch viel experimentieren, 2019 habe ich erste Polo-Ausstellungen vor, vielleicht dann auch in Dubai.

 

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Welche Frage haben wir nicht gestellt, die Sie aber gerne beantworten würden?

"Was ist Ihr größter Traum?"

Antwort wäre, alle meine Interessen zusammen zu bringen, das heisst ein innenarchitektonisches Projekt, sei es privat oder kommerziell (Wohnen, Ladenbau, Messebau, Hotelplanung etc.), in dem ich komplett alles realisieren kann: Räume entwickeln, Möbel planen, die Kunst realisieren, malen, gestalten (auch kuratieren unter Verwendung anderer Kunst, die nicht von mir ist) und das heisst dann nicht, dass es am Ende „nur begehbares ein Rhea Silvia Will Projekt“ wäre, sondern in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Nutzer und für ihn entstehen würde. Ja, das wär's! Und ich weiss, dass Träume wahr werden können.

 

In diesem Sinn herzliche Grüße an Sie und alle Leser und Interessenten nach Dubai und anderswo, und herzlichen Dank für die ausgewählten Fragen! 

Ihre Rhea Silvia Will 

 

Vielen Dank für das Interview.

 

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Paule Knete