WAS ERFOLGREICHE „ACHIEVER“ VON ALEXANDER RÜDIGER LERNEN KÖNNEN

Die ungewöhnliche Geschichte. 8 Fragen - 8 Antworten

Foto: Peter F. Hickersberger
Foto: Peter F. Hickersberger

Alexander Rüdiger ist ein Begriff, besonders bei den Österreichern in den Emiraten. Doch nicht nur sie kennen ihn als den TV-Showmaster von "Money Maker" (ORF 2, 40 % Marktanteil, 809.000 Zuschauer), Schauspieler oder Sänger ("Es rieselt Geld"). Andere wiederum kennen ihn von "6 aus 45" oder der Werbung für Mastercard oder Mazda. 

Der 49-jährige Wiener hat sich jedoch neben dem Show-Geschäft vor allem als Coach und Berater einen Namen gemacht.

Unsere Neugier wiederum weckte eine noch andere Facette: Alexander Rüdigers Abenteurlust. Er stand schon auf dem Kilimandscharo, Großglockner, Ararat und Mont Blanc. Und in diesem Jahr nun lief er ganz vorne ein, bei einem der härtesten Rennen der Welt: Am 16. April fand der FWD North Pole Marathon statt. Bei einer Temperatur von -33°C überstanden 46 Läufer die 42-km-Strecke. Schon diesen Lauf durchzustehen ist eine übermenschliche Leistung. Alexander Rüdiger eroberte einen hervorragenden fünften Platz. 

Sicher, Berater gibt es viele. Aber was sind die Erfolgsgeheimnisse eines Vorbildes; eines Profis der Leistung am persönlichen Beispiel vorführt?

 

Foto: Alexander Rüdiger, North Pole  Marathon 2018
Foto: Alexander Rüdiger, North Pole Marathon 2018

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Wenn man zu einem solchen Abenteuer ans eisige Ende der Welt aufbricht, ist man schon "ein harter Hund". Doch vor dem großen Rennen, waren Sie da aufgeregt oder erlebt man eher - wie Bobpiloten - konzentriert und tiefenentspannt vor dem geistigen Auge die Route?

Antwort: „Ein harter Hund“? Nein in keinster Weise. Auch wenn man mir es bei Abenteuern wie dem Nordpol Marathon vielleicht nicht vermuten würde, so bezeichne ich mich selbst eher als „Hündchen“. Warum? Nun, der Nordpolmarathon birgt natürlich einige Gefahren bedingt durch Kälte, brechende Eisschollen oder gar Eisbären. Der Kälte kann man aber durch gute Kleidung ganz gut entgegenwirken und sie in den Griff bekommen (den Wind leider etwas schwerer). Die Eisschollen brechen erfahrungsgemäß nicht so schnell und die Gefahr durch hungrige Eisbären gefressen zu werden, wird durch spezielle Sicherheitsmaßnahmen stark minimiert.

Durch die Teilnahme 2013 hatte ich schon einige Erfahrungen gemacht, auf die ich später zurückgreifen konnte. Bei Abenteuern wie dem Nordpolmarathon stelle ich mich Herausforderungen, die im Grunde jeder andere auch anstreben kann, wenn er dies denn möchte. Für mich stellt der Nordpolmarathon eine ganz besondere Mischung aus Abenteuer und sportlicher Herausforderung dar. Natürlich hat auch der Ort für mich eine gewisse Magie. Der Nordpol ist ein Ort, den viele Menschen kennen, aber nur sehr wenige erleben können. Das sehe ich als absolutes Privileg. Es ist für mich persönlich eine Erfahrung und Bereicherung, die weit über die sportliche Dimension hinausgeht.  

Zur Konzentration sei gesagt, dass ich im Vorfeld sehr viele Trainingskilometer absolviert habe. Je nach Trainingsumfang und Tagesverfassung spielten viele Komponenten zusammen, die dann zu einem guten bzw. sehr guten Endergebnis führten.

 

Ich hatte im Vorfeld durch Verletzungen nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, um an die vorderen Plätze auch nur denken zu können. Trotzdem holte ich am Renntag von Runde zu Runde und Kilometer zu Kilometer immer weiter auf. Am Ende konnte ich sogar mit der besten Rundenzeit von 9 Runden um das Camp Barneo aufwarten. Da ich auch 2013 durch hartes Training im Vorfeld „angeschlagen“ war, konnte ich diesen Erfahrungswert wohl auch am Renntag dieses Jahres gut und positiv für mich nutzen. 

 

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Wie sah die Vorbereitung des Alexander Rüdiger aus?

Die Vorbereitungszeit war für mich sehr herausfordernd da ich viele Bereiche meines Lebens unter einen Hut bringen musste. Sie wissen sicherlich, dass ich beruflich als TV Moderator, Sprecher und PR und Marketingspezialist sehr stark eingesetzt bin.  Durch meine Selbstständigkeit war es oft schwer, einen kontinuierlichen Trainingsplan zu folgen. Termine und Auftritte richteten sich nun mal nicht nach meinem persönlichen Trainingsplan. Deshalb war es oft auch so, dass ich die Nacht zum Tag gemacht habe, um auf mein persönliches Trainingspensum zu kommen.  Ich habe trainiert, was das Zeug hält und immer wieder gehofft, dass mein Körper dieser speziellen Belastung standhält. In meinem Alter gibt es keine Garantie oder kein Patentrezept für sportlichen Erfolg mehr. Ich merke nur immer mehr, wie wichtig es ist, dem Körper auch genügend Zeit für die Regeneration zu geben. Hier ist Zeit in der Natur beim Wandern unbezahlbar für mich. 

 

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Gibt es eine besondere Ernährung zuvor und während des Rennens?

Oh, Sie sprechen hier einen ganz wichtigen Punkt an. Sport kann eine wirklich gute Ausrede sein, um mehr essen zu können. Wer viel Sport macht, kann und darf auch genug essen. Ich bin ein Genussmensch und liebe gutes Essen. Die Rechnung geht so lange auf, so lange ich mein optimales Sportpensum umsetzen kann. Der Körper gewöhnt sich an die sportliche Aktivität und die Verbrennung muss dann immer wieder angekurbelt werden. Was ich damit sagen will ist, dass es mit dem Gewicht sehr schnell bergauf gehen kann. Ich kämpfe wie jeder andere auch mit den typischen Problemstellen wie Bauch, Hüfte oder Po.  Um mein Gewicht langfristig halten zu können, braucht es natürlich auch Disziplin. Was die Ernährung betrifft, so esse ich sehr gerne was mir schmeckt. Für mich gehört gutes Fleisch oder Gemüse genauso auf den Speiseplan wie Obst oder Salate. Mit Süßigkeiten belohne ich mich sehr gerne selbst, wenn ich mit meinem Training wirklich zufrieden war. 

 

Foto: Faecbook Alexander Rüdiger
Foto: Faecbook Alexander Rüdiger

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Welche Rolle spielten die Sprays von Lavylites in der Vorbereitungsphase oder während des Rennens?

Lavylites Produkte sind aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie sind in meinem Alltag integriert, was bedeutet sie stehen bei mir in der Küche oder auch beim Bett und wenn ich unterwegs bin reisen sie natürlich mit mir mit.  Sie sind für mich eine Selbstverständlichkeit geworden wie das Zähneputzen. Darüber hinaus muss ich gestehen, kenne ich durch meinen Job sehr viele Firmenchefs von Unternehmen in der Networkbranche. Meine Meinung zu Tibor Jakobowitsch ist kein Geheimnis mehr. Ich schätze neben der Entstehungsgeschichte der Produkte auch die Art und Weise wie Tibor das Unternehmen führt sehr. Er ist einfach kein typischer CEO eines Unternehmens. Er ist bei all dem Erfolg von Lavylites ein Mensch geblieben und ich unterstelle Tibor auch, dass er das in Zukunft auch bleiben wird und dies ist für mich ein weiterer ganz wichtiger Punkt, um mich mit Lavylites verbunden zu fühlen.  

 

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Es mag für Sie womöglich simpel klingen, aber wie sind sie zum Nordpol gekommen - und wie zurück?

Es ist überhaupt keine simple Frage, denn allzu oft taucht genau diese einfache Frage immer und immer wieder auf. Ich habe mich hier entschlossen, Ihnen einen Auszug aus meinem Buch „Alexander Rüdiger VOLLerLEBEN – Keine Zeit zum Verlieren“ mitzusenden, welches derzeit erarbeitet wird – es wird die Anreise zum Nordpol aus dem Jahr 2013 beschrieben bei welchem ich den 6. Platz beim Marathon erzielt habe. Beim diesjährigen Marathon ist zudem auch eine Eisscholle kurz vor dem Rückflug aufgebrochen und somit konnten wir nicht ausgeflogen werden. Ich selber war aber wenige Tage später als Moderator für den größten Sportevent Österreichs dem Vienna City Marathon engagiert und hoffte natürlich, dass alles dennoch zeitlich mit der Rückreise klappen würde. Es war dieses Jahr der Rückflug ein großer Nervenkitzel, weil es geheißen hat – es kann morgen aber auch erst in vierzehn Tagen oder auch länger sein, dass das Flugzeug wieder am Nordpol beim Camp landen kann.

Buchauszug aus „Alexander Rüdiger VOLLerLEBEN – Keine Zeit zum Verlieren“:

Das Flugzeug nach Oslo hob ab. Ich hatte Schmerzen, war sehr aufgeregt und wusste im Grunde nicht, ob es eine gute Idee war, mich in diesem Zustand ins ewige Eis zu begeben. Aber nun war es entschieden, und ich wartete geduldig auf das, was kommen mochte.... HIER WEITERLESEN

 

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Kann man bei diesen Temperaturen von 40 Grad minus oder noch tiefer überhaupt richtig tief atmen?

Ja man kann! Ich lernte sehr schnell wie man atmen kann und wie nicht. Es ist wohl auch von Person zu Person verschieden wie sehr die Luft auf einen wirkt. Die Russen zum Beispiel haben und hatten offensichtlich überhaupt keine Probleme damit – die Japaner wiederum sehr. Es findet aber jeder relativ schnell seine Lösung mit der kalten Luft umzugehen und nur wer sich nicht daran hält, spürt es dann leider sehr schnell, dass er oder sie etwas falsch gemacht hat. Fast noch schlimmer als die Atmung ist die Verführung einiger Teilnehmer sich immer wieder mit nackten Oberkörper oder gar mit Badehose einige Sekunden lang für Fotos oder Videos der Kälte auszusetzen. Manche stellten sich sogar ohne Schuhe, wenn auch nur für Sekunden, auf das Eis. Für viele Teilnehmer war der Marathon dann schon vorbei, bevor er überhaupt begonnen hat. Die Kälte sollte man definitiv nicht unterschätzen. Was bei minus 10 bis 15 Grad vielleicht noch gut möglich ist, kann bei minus 35 Grad wirklich verheerende Folgen haben, die oft unterschätzt werden.

 

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Würden oder werden Sie wieder an diesem Härtetest teilnehmen?

Sollten die Umstände passen, schließe ich eine weitere Teilnahme am Nordpolmarathon sicher nicht aus – auf der anderen Seite gibt es noch sehr viele Orte auf diesem großartigen Planeten, die einzigartig sind. Ich bleibe hier sehr gerne meinem Lebensmotto treu und sage „alles ist möglich“!

 

 

Foto: Peter F. Hickersberger
Foto: Peter F. Hickersberger

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Wie sehen Ihre beruflichen Pläne?

Hier gibt es natürlich einen grundlegenden Fahrplan – doch wie es im Leben eben so ist, können sich Fahrpläne auch leicht wieder ändern. Aus der aktuellen Konstellation heraus werde ich mit meiner TV Show dieses Jahr bereits in das 23 Jahr kommen und somit auch wieder für das staatliche Fernsehen als Moderator arbeiten. Die PR und Marketingaktivitäten, die ich für Unternehmen anbiete, wird auch in Zukunft ein wichtiges Standbein für mich darstellen. Ein bis zwei Bücher sollten in der nächsten Zeit auch fertiggeschrieben werden und Vorträge über meine Arbeit bzw. Abenteuer werden auch oftmals angefragt und in diese Richtung wird sicher auch noch Einiges passieren. Was den Sport bzw. die Leidenschaft für Abenteuer angeht hoffe ich sehr, dass mein Körper noch einige Jahre mitspielen wird und mir weiterhin die Möglichkeit bietet, an außergewöhnlichen Wettbewerben teilzunehmen.  

 

Vielen herzlichen Dank für das Interview Alexander Rüdiger. 

 

 


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Paule Knete