DER POET IM LABOR

Über Beauty, Kunst und Quantenphysik

Beauty, Lifestyle u. Gesundheit                                                                                                                                                                                             

Ein großer Schritt…

Ort und Schauplatz des Geschehens: 20. Januar 2018, Dubai, Shangri-La Hotel an der Sheikh Zayed Road; der Magistrale der Welthauptstadt des Luxus und des Lifestyles. Lavylites, ein europäisches, im Wortsinne Aufsehen erregendes Unternehmen, feiert hier mit 300 Gästen aus aller Welt die Markteröffnung in den Emiraten. Bis hierher für Dubai noch nichts Ungewöhnliches. Doch drei Fakten lassen aufhorchen. Zum einen nennen die Kunden die Kosmetik-Kreationen - ob ihrer inzwischen legendären Effekte - „das Wunder aus Ungarn“. Das hat sich nicht die Gesellschaft ausgedacht; den Begriff prägte eine begeisterte Klientel in den vergangenen Jahren. Zum anderen betritt das Unternehmen zum ersten Mal nach, fast zwei Jahren Sondierung, einen Markt außerhalb seiner Domäne Europa. Und das Entscheidende: Zum ersten Mal öffnet die Marke, die Quantenphysik – ja, richtig gehört – mit Gesundheit und Schönheit verbindet, von Dubai aus das Tor zur Welt.

Der Gast begreift schnell, das so genannte „Wunder“ ist pure Physik in Flaschen, als der deutsche Quantenmediziner Ludwig Reiser an jenem Samstag Wirkungsweise und wissenschaftliche Zusammenhänge erklärt, die man unter „Schwingungskosmetik“ zusammenfassen kann. Kosmetik und Supplements, der neben der Schönheitspflege vielfältige positive „Nebeneffekte“ bescheinigt werden. Deshalb greifen inzwischen auch Heilpraktiker, Ärzte, Dentisten und Tierärzte zur Produktfamilie um die unverwechselbaren pentagonalen Flaschen. Das umwälzende Prinzip beruht – kurz gesagt – auf der informativen Einwirkung auf die Körperzellen. Und es scheint durchaus zuverlässig zu wirken. Wir hatten bei unseren Recherchen zuvor in Europa und den Emiraten eine große Anzahl von Kunden getroffen, die uns dokumentierten, dass u. a. Haut- und Haarprobleme, wie langjährige hartnäckige Akne, Psoriasis, Neurodermitis gravierend gelindert wurden oder ganz verschwanden. Andere wieder berichten von entschwundenen Entzündungen oder Schmerzen. Die Sprays lassen demnach Müdigkeit ebenso verfliegen, wie sie Konzentration und Wohlbefinden steigern. Beeindruckend, wenn Menschen auf dem „Nachher“-Foto jünger aussehen als auf dem „Vorher“-Bild. Offensichtliche Jugend, Wohlfühlen und Energie auf Knopfdruck. Inzwischen wird dieses Wirkprinzip auch in pflanzliche Pillen geformt und dient Herz und Hirn als Unterstützer.

 

Der Geheimtipp des Jahres 2014 hat längst weltweite Anziehungskraft. Kein Land auf dem Planeten in dem Lavylites nicht bekannt ist. Einige Kreationen sind – kaum im Shop – schon wieder vergriffen. Viele Unternehmen träumen von solchen Zuständen. Aber wer ist der Mann hinter dieser Sensation?

 

„Ich bin ein Teil davon“

Wenige Wochen später. Eine Hotelterrasse auf Dubais berühmter Halbinsel „The Palm“ am Abend. Classy Dubai trifft den Ungarn Tibor Jakabovics. Schon auf den ersten Blick die Bescheidenheit in Person. Nichts verrät den Gästen um uns herum, dass dieser Mann im grauen Anzug von Hunderttausenden weltweit verehrt und bewundert wird. Wir begreifen, dass ihm Rummel um seine Person ehrlich nicht liegt. Aus der vereinbarten einen Stunde werden mehr als zwei. Unser Gegenüber wählt seine Worte sorgfältig. Er spricht wie selbstverständlich in Allegorien, Bildern, Vergleichen. Es hat seinen Grund, weshalb die Leute statt von Produkten bei ihm von Kreationen sprechen. Wie so oft liegen auch hier Kunst und Wissenschaft nah beieinander. Kann man Quantenphysik überhaupt einfach erklären? Der ungarische Wissenschaftler erscheint ergo eher als Poet aus dem Labor.

Herr Jakabovics, so viele Menschen kennen und schätzen ihre Erfindungen. Wann entstand die Idee, wann kam der erste Gedanke?

Wer kann das sagen, wo die Wurzeln sind, wann die erste Idee auftauchte. Kann ich einen Moment beschreiben, wann der erste Gedanke kam? Etwas zu entdecken funktioniert ganz anders. Man braucht zuerst einmal die Möglichkeit etwas zu entdecken. Die Wurzeln des Ganzen liegen bei mir rund 25 Jahre zurück. Da wurde die Grundidee geboren, in Gummistiefeln, in einer unwirtlichen Gegend Asiens.

 

Erfinden ist ein Prozess. Ich bekam diese Gabe. Ein Geschenk. Ganz im Ernst: Wo kam denn beim Burj Khalifa zum ersten Mal die Idee her? Man kann vielleicht Namen nennen, aber nicht den konkreten Moment für jede einzelne Kreation. Unsere Erfindung ist immer unterwegs. Es ist ein langer Weg und ich glaube 100 Forscher in 100 Jahren sind dafür nicht genug. 

 

 

Aus der Idee und dem Produkt entwickelte sich ein erfolgreiches Unternehmen…

Es wird Sie überraschen, doch das war nicht geplant. Als ich über meine Entdeckung sprach und davon, wie ich in Zukunft weiter forschen will, sagten die Menschen um mich herum: „Tibor wir wollen es haben.“ Kennen Sie das Gefühl, wenn das Spielzeug der anderen immer interessanter ist? Das war zunächst mein Eindruck. Doch plötzlich verstand ich, wir haben keine Zeit mehr, denn die wollen mein Spielzeug, jetzt. Und sie sagten „Tibor, wir müssen daraus ein Produkt machen“. Genau das habe ich derzeit nicht verstanden. Ein Geschäft war nicht mein Ziel. Der Zuspruch bei den Menschen war aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen damit jedoch immens: „Tibor, mach es flüssig und tue es in Flaschen.“ Ich lebte auf einem Gehöft weit abseits; also fuhr ich mit dem Bus zu einem Apotheker und kaufte diese unansehnlichen, üblich braunen kleinen Fläschchen. Zuhause füllten wir sie und legten 15 € als Preis fest. So entstanden die ersten 100 Flaschen.  Alle wurden in meinem Rucksack verstaut und ich brachte sie, wieder mit dem Bus, ins 200 km entfernte Budapest. Ich bekam anstandslos das Geld, war erstaunt und damit war die Sache für mich erledigt. Ich dachte nicht an ein Geschäft. Kaum zu Hause angekommen, klingelte das Telefon. Ich ließ es läuten. Beim vierten Mal ging ich doch ran und es war schon der Kunde aus der Stadt. „Wir brauchen 500 Stück.“ Wie sollte ich die in den Rucksack bekommen? Und so nahm ich drei dieser großen IKEA-Taschen und machte mich wieder auf den Weg. Das ging so fünf, sechs Mal. Der Erfolg ließ organisch das Unternehmen entstehen. Ein Prozess…

 

Wie geht man mit den hohen Erwartungen der Menschen in aller Welt um?

Ich verstehe mich nicht als Inhaber des Unternehmens, sondern ich gehöre dazu, bin Teil des Ganzen. Je mehr wir sind, desto leichter ist die Verantwortung für die hohen Erwartungen zu tragen. Unsere Gemeinschaft funktioniert anders. Die Menschen bekommen von mir etwas und ich frage, wie es ihnen gefällt. Wenn im Körper etwas unterbrochen ist, wir verbinden es wieder. Dann sehen wir dem System zu und lehnen uns zurück. Wenn wir es uns wieder ansehen, merkst Du den Unterschied. Das wird da draußen verstanden.

Lavylites wird oft als Informationskosmetik beschrieben. Wie soll man Quantum Solutions verstehen?

Lavylites ist ein Kommunikationsmittel. Sie wissen ja, alles ist verbunden mit allem. Mit unseren Kreationen ermöglichen wir dem Körper mitzudenken. Der Mensch ist ein Instrument. Alle Menschen spielen ihre eigene Musik. Spielen wir die Musik oder spielt sie uns? Wir wissen als Menschen was das Instrument kann und was es bewirkt, aber wir wissen nicht wie.

 

So poetisch diese Erklärung anmutet, für mich ist sie klarer als alle Abhandlungen über Schrödingers Katze. Lavylites sorgt schon für Zellen, Haut, Herz. Kann man mit weiteren Kreationen rechnen?

Wir haben noch einige Projekte in der Schublade. Die Herausforderung besteht jeweils darin, nach der Entwicklung die Kreation so zu stabilisieren, dass sie dauerhaft bestehen bleibt. Auch das ist ein Prozess. Wir arbeiten ohne Druck. Die Beständigkeit des Ergebnisses steht im Vordergrund.

 

Woher kommen die Namen Ihrer Kreationen?

Es sind keine Marketing-Ideen. Sie sind nicht mit einem Zweck ausgedacht, sondern Eingebung. Beim Orylium war es so: Ich stehe sehr früh auf. Morgens um 4 Uhr kann man gut den Kopf leeren, frei bekommen, versuchen an nichts zu denken. Jeder kennt das vom Meditieren. Und plötzlich hatte ich diese Namens-Idee.

 

Was war der Grund für den Schritt nach Dubai?

Dubai ist auf eine gesunde Art entspannend und aufregend zugleich. Die Stadt hat eine bestimmte Attitüde: Hier legt man den Schalter um von Null auf Power. Diese Prallelen zu Lavylites sind offensichtlich, wir haben es genau so erlebt.

 

Es gab einen messbaren Bedarf hier. Wenn man uns ruft, kommen wir. Wir haben die Marktöffnung nicht geplant. Lavylites ist ein Organismus und der entscheidet wo er leben kann und will. Wir hören auf die Signale. Wann auch immer wir alle an eine Grenze stoßen, dann genügt doch ein Funke und die Ladung zündet.

 

Unsere Stärke ist gegenseitig voneinander zu lernen und zu unterstützen.

 

CLASSY DUBAI mit Tibor Jakabovics, Lavylites

 

 Interview MarlaMaria & Paule Knete

 

Credit: Head photo: Lavylites

Design Paule Knete. Photos: Paule Knete

 

 

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Paule Knete