Antike Schätze und Trödel aus Europa

Lifestyle, Interview von Lisa Kleinpeter

Interessiert betrachten zwei japanische Frauen das antike Telefon auf dem Tisch, heben den Hörer ab, dann entdecken sie die alte Schreibmaschine. Koffer, Möbel, Lampen, ... aus den verschiedensten Epochen sammeln sich unter dem weißen Zeltdach. Es ist ein Gefühl wie auf einem der großen Flohmärkte in Paris oder Deutschland. Nur dass man gar nicht in Europa ist – sondern in Dubai. Genau genommen im Schatten der Bäume des Restaurants „The Farm“. Hier hat die Französin Charlotte Forment-Meurice noch bis zum 19. November ihren ersten Pop-up-Store „French Caravane“ für antike Möbel und Gebrauchsgegenstände aus Europa aufgebaut. „Vintage“ seien die Verkaufsstücke. Was in Europa seit Jahren im Trend ist, gebe es in den VAE bisher nur selten, sagt die 36-Jährige.

Wie kam es zu der Idee vom French Caravane Pop-up-Store?

Als ich 2006 nach Dubai gezogen bin, habe ich den Charme der Pariser Flohmärkte vermisst. Die Idee war es, diese besondere Atmosphäre in die VAE zu bringen. So etwas gibt es hier nicht. Deshalb auch der Pop-up-Store. Ich wollte nicht, dass die Menschen irgendwo hineingehen müssen, um zu stöbern. Hier gibt es einen wunderschönen Garten. Du kannst herumlaufen, einen Kaffee trinken und dir in Ruhe die Sachen ansehen.

 

Alles was du verkaufst ist alt?

Ja. Wir haben verschiedene Stilrichtungen. Von typisch französischen Antiquitäten, über Shabby chic, Trödel und Vintagemöbel. Vintage ist immer etwas Kaputtes. Das macht den Charme aus. Solche Dinge findet man hier selten und wenn, dann ist es ziemlich teuer. Wir versuchen die Sachen möglichst preiswert zu verkaufen.

 

Lisa Kleinpeter mit Charlotte Forment-Meurice von French Caravane Dubai pop up store
Lisa Kleinpeter mit Charlotte Forment-Meurice von French Caravane Dubai pop up store

Woher kommen die Dinge, die du verkaufst?

Wir haben die Möbel in Frankreich gesammelt: aus alten Schlössern, von Flohmärkten oder auf Versteigerungen für Antiquitäten. Sie sind nicht aus dem Katalog. Alles hier hat eine Ver-gangenheit. Diese Schneiderpuppe zum Beispiel kommt aus dem berühmten Einkaufszentrum La Fayette und ist über 100 Jahre alt.

Was bedeutet für dich ein Zuhause?

Ein Zuhause sollte für mich komfortabel sein und gleichzeitig die eigene Persönlichkeit widerspiegeln. Es sollte nicht aussehen, wie in einem Magazin und auch nicht wie in einem Museum. Mein Zuhause ist ein Mix aus modernen Stücken und alten Teilen. Zuhause ein Ort, an dem du lebst und du solltest dich mit den Sachen, die dich umgeben, wohl fühlen.

Meinst du, Vintage-Möbel werden sich in den VAE etablieren?

Ich dachte, dass sich vor allem europäische Auswanderer für die Möbel interessieren. Aber bisher kamen auch viele Einheimische und Asiaten. Menschen aus der ganzen Welt. Sie mögen Vintage, weil es sowas hier normalerweise nicht gibt. Sie wollen nicht die Dinge, die es überall gibt.

 

Wird es jetzt öfter French Caravane Pop-up-Stores geben?

Wenn es gut läuft, will ich drei bis vier Mal im Jahr einen Pop-up-Store organisieren. Demnächst möchte ich auch Möbel online verkaufen. Daran arbeite ich gerade.

 

French Caravane Dubai pop up shop noch bis zum 19. November 

The Farm, Al Barari

 


Interview: Lisa Kleinpeter, Journalistin und Gastautorin bei Classy Dubai 

Fotos: Paule Knete

 

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