Reminiszenz - Die Highlights der "Downtown Design Dubai"

Design

(C) Paule Knete für Classy Dubai

Dubai zählt zu den wenigen Metropolen die die Macht des Designs nicht bloß kennen, sondern sie allerorten nutzen, städtebauliche Zeichen zu setzen.

Ob unverwechselbare Gebäude wie der Burj Khalifa, der Burj Al Arab oder die Emirates Towers; ganze Stadtteile wie die Sheikh Zayed Road oder Dubai Marina, die als Symbole Dubais in der ganzen Welt erkannt werden oder die ins Meer gebauten künstliche Inseln – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. 

IBDAA

Wer Dubai „von innen“ kennt, weiß wie sehr sich hier zudem Innenarchitekten aus aller Welt verwirklichen und so auch beim Interieur einen Dubai-eigenen Stil entwickelten. Dubai konsumiert nicht nur Design; die City ist auf dem besten Wege, sich durch vielseitige und beeindruckende Kunst- und Designausstellungen zu einer globalen Kreativ-Hauptstadt zu etablieren. In der heißen Millionenstadt am Meer etabliert sich sogar eine Bohème wie wir sie als Europäer lange vermisst haben. Doch dazu in einem späteren Beitrag. Bisher kann man hier erleben, daß Dubai zu einem Drehkreuz, Treffpunkt und vor allem Arbeitsplatz der arabischen und internationalen Designer-Gemeinde wird.

COO of d3 Mohammad Saeed Al Shehhi

Welche Stadt kann so etwas vorweisen? Dubai hat mit dem riesigen Dubai Design District (d3) einen großzügigen Ort für die Ansiedlung und Entwicklung kreativer Unternehmen und Künstler aus aller Welt geschaffen. Wir berichteten. Von Weltmarken wie Hugo Boss bis zum Newcomer. Das bereits eröffnete Projekt wird in wenigen Jahren eine Fläche von über 200 Hektar umfassen und Hunderten Unternehmen für ihre lokalen und weltweiten Aktivitäten in Mode, Design und Kunst Platz bieten. In einer Umgebung am Dubai Creek, die auch touristisch und gastronomisch keine Wünsche offen lässt. 

Laut der Studie des MENA Design Outlook, des eigens geschaffenen Dubai Design und Fashion Council – DDFC, ist die Designindustrie der wirtschaftlich am schnellsten wachsende Markt. Der Wert der Designindustrie der Region von den Emiraten bis Ägypten und Libanon hat in 2014 stolze 100 Milliarden $ erreicht, das Wachstum mit 6% das Doppelte  der Design-Industrie weltweit.

Ein guter Grund also hier mit der Dubai Design Week und ihren mehr als 100 Design- und Innovationsevents eine Großveranstaltung ins Leben zu rufen. Ein Mix von einheimischen arabischen Talenten bis hin zu international bekannten Brands. Was uns besonders auffiel war das hohe Niveau von handverlesenen Ausstellern und Besuchern. 90 Marken aus 24 Ländern präsentierten der internationalen Designcommunity innovative Möbel, Lichtkonzepte, Küchen- und Badezimmer-Accessoires, Textilien und neue Technologien.

Classy Dubai war bei der Eröffnung der „Downtown Design Dubai“-Messe und beim anschließenden Rundgang durch die Ausstellung, geführt von Rue Kothari, Ausstellungsdirektorin und Chefredakteurin der „Harper´s Barzaar Interior“.


Wir haben internationale und deutsche Aussteller der Downtown Design Dubai gefragt und deren Eindrücke gesammelt.

Pascal Baumgartner, Area Sales Manager, Wilkhahn: "Wilkhahn ME, auf hochwertige Bürostühle und Konferenzausstattung spezialisiert, ist seit zehn Jahren in Dubai.

Die Messe ist eine gute Möglichkeit, uns der Öffentlichkeit als auch Architekten und Designpartnern zu präsentieren. Die Messe hat sich in ihrem dritten Jahr qualitativ weit entwickelt. Unser Stand ist sehr gut besucht, das Feedback könnte nicht besser sein. Wir sind mit dem Publikum sehr zufrieden. Professionelles Fachpublikum wurde professionell eingeladen, inkl. VIP Einladungen, die sehr gut angenommen worden sind. Die Menschen die wir erwartet haben, sind auch alle gekommen. Es ist wirklich schön zu sehen, dass es hier viele Designer gibt, Menschen die sich für Design interessieren und neugierig sind. Wir haben unser Büro hier und bedienen die gesamte Golfregion, da sind wir sehr gut aufgestellt. Wilkhahn hat Projekte in der Pipeline die uns sehr zuversichtlich machen."

Sven Müller, SvenM Design LLC Dubai:

"Wir sind ein Studio für Architektur und Design und entwickeln private Villen vom Konzept bis zur Fertigstellung. Was uns ausmacht ist, dass wir den kompletten Prozess von der Designperspektive leiten und alle Bausteine die es braucht, zur Vervollständigung eines Hauses, aus einer Hand zu liefern. Darunter auch von vielen deutschen Unternehmern, die hier in Dubai ansässig sind. Wir sind seit zehn Jahren in Dubai und haben beobachtet wie die 'Downtown Design'-Messe wächst. Eine gute Gelegenheit uns hier 2015 auch zu präsentieren. Eine interessante Messe mit hohem Designstandard, wie wir ihn in Dubai bisher noch nicht gesehen haben. Es ist sehr spannend und wir sind froh im Umfeld von großen internationalen Brands zu präsentieren. Wir haben gute Kontakte gemacht und interessante Leute kennengelernt. Wir sind sehr spezialisiert auf minimalistisches Design. Als wir angefangen haben, war das noch eine Nische. Unsere Erfahrung ist, dass das nun ein stark wachsendes Marktsegment ist. Die Sensibilität der Kunden für modernes Design, für gute Qualität wächst rasant." 

(c) Paule Knete für Classy Dubai
Petra Krausova und ihre Supernova

Ein, wenn nicht das, bestaunte - und im wahrsten Sinne des Wortes - Highlight der Messe war die „Supernova“ der Designerin Petra Krausová. Wir sprachen am Stand von Lasvit mit der Gewinnerin des Harper's Bazaar Interior Award für das ‚‚Best lighting brand‘‘ über ihre bewegte Glas-Skulptur.


„Auf der Suche nach Inspiration geht es mir nicht nur um Material und Technologie, es geht auch um die scheinbar gegensätzlichen Themen von Tradition und Futurismus. Bei der Supernova nahm ich meine Inspiration aus dem Weltraum, von einer Sternenexplosion, die eine enorme Energie ausstrahlt. Dies versetzt uns auf magische Weise in die Zukunft, verwandelt Zeit und Raum. Die Supernova ist eine sich bewegende Installation aus Klarglas-Elementen mit geradliniger Textur die je nach Bewegung und Blickrichtung faszinierende Lichtmuster ergibt.“ 

Samantha Deane, Showroom Manager The Rug Company: "Gegründet in London von Christopher & Suzanne Sharp im Jahre 1997, einer Zeit als es keine hochwertig handgefertigten, modernen Designs für Teppiche gab.

Sie haben angefangen ihre eigenen Teppiche zu gestalten. Später arbeiteten sie auch mit namhaften Designern zusammen, wie z. B. Alexander McQueen, Diane von Fürstenberg, Vivienne Westwood, Paul Smith ... Das Besondere ist, wir in der Lage sind Farben, Designs, Formen oder Materialien der Teppiche nach Kundenwünschen zu ändern. Bei einem neuen Teppich kann die Fertigstellung vier Monate dauern. Alle Stücke werden in Nepal handgefertigt. Maschinen sind in keinem der Vorgänge involviert. Auf der Messe fühlen wir uns mit unseren Produkten sehr gut aufgehoben. Es sind namhafte Designfirmen hier vertreten, was die gute Qualität dieser Messe ausmacht."


Altes italienisches Handwerk und modernste Produktionstechniken zur Verarbeitung von Lavastein des Ätna zu hochwertigen Keramikkunst erläuterte mit italienischem Charme Luigi Salamone, Projekt- und Exportmanager von Made a Mano. „Made a Mono kommt aus Italien, aus Caltagirone. Wir sind sozusagen „Schneider“ und arbeiten mit den Designern zusammen. Bedeutet, wir erwarten ihre Designvorschläge, die unsere Mitarbeiter entsprechend umsetzen. Wir sind in diesem Jahr begeistert vom Publikum. Es ist sehr elegant, designinteressiert. Im letzten Jahr war das Publikum anders, es wirkte nur neugierig. In diesem Jahr ist es definitiv Fachpublikum. Eine große Ehre war, als Her Highness Sheikha Latifa Bint Mohammed bin Rashid Al Maktoum, stellv. Vorsitzende des Dubai Culture & Art Authority, auch unseren Stand besuchte. Beim nächsten Mal werden wir auf jeden Fall wir wieder dabei sein.


Steven Pardoe, Managing Partner Häcker Küchen, Hülsta und Rolf Benz Furniture:

"Als Firma Häcker sind wir das erste Mal Aussteller. Die Jahre zuvor war ich als Besucher hier. Die Messe ist sehr dynamisch. Sehr gute Leute sind hier, ein großer Unterschied zum letzten Jahr. Es sind noch mehr und sehr gute Brands hier, weit mehr Aussteller, und einflussreichere Besucher, die auch Geld für Design und gute Qualität ausgeben wollen. Auch das Feedback untereinander der Designer, Architekten und auch der Kunden ist durchweg positiv. Die Zukunft? Dubai war und ist sehr wichtig für Middle East. Viele Brands sind in Dubai ansässig. Sie haben entweder ihren Hauptsitz, Zweigstelle oder Handelspartner hier und/oder in Middle East. Die Messe wird sich auch weiterentwickeln. Weitere Brands werden hier ausstellen und das Designbusiness wachsen."


Etqaan's Creative Director Omar: "Etqaan ist das arabische Wort für „Meisterung“, was unser Wesen verkörpert. Es steht für perfektionierte Handwerkskunst. Ich bin in der vierten Generation unseres Unternehmens Etqaan das seit 120 Jahren handgemachte Möbel herstellt, tätig. Wir kommen aus Ägypten, sind aber auch in Dubai ansässig. Die Stücke hier stammen aus unserer „Heritage Collection – A Heritage of Luxury and Art“, beeinflusst durch unsere reiches arabisches Erbe. Diesen Schatz möchten wir wiederbeleben und mit einem Touch von Eleganz und Luxus vereinen. Die Fertigstellung eines Stückes dauert sechs bis sieben Monate. „Downtown Design“ ist eine sehr gute Messe, mit angesehen Ausstellern und sehr guter Qualität an Produkten. Es ist freut mich sehr, in dieser Runde Aussteller zu sein. Vom Publikum bin ich positiv überrascht. Es ist Fachpublikum welches ein Auge für Design hat und viel davon versteht. Es ist sicherlich auch der Messeorganisation zu verdanken, die das richtige Publikum eingeladen hat."


Dirk Schilmoeller, Sales Director Middle East, hansgrohe: "Wir sind das zweite Jahr Aussteller hier. Wir hatten gutes Feedback im letzten Jahr und auch Kontakte gemacht. Und deshalb sind wir wieder hier. Die Messe ist eine der Besten was Design angeht in dieser Region. Insofern sind wir ganz gern hier. Wenn man Building Material Messen hier kennt, ist ein großer Unterschied zu sehen. Hier sind eine Menge guter Namen, was die Designindustrie angeht. Aussteller die sich Mühe in der Standgestaltung und Präsentation geben. Das sieht man auch und das hat man selten. Sieht man das auch am Publikum? Es ist nicht die Masse an Besuchern, aber es gibt eine Menge an guten Kontakten. Viele Architekten, Innendesigner die mit unseren Produkten arbeiten sind hier; insofern für uns eine gute Plattform. Auf der einen Seite ist der Anspruch schon relativ hoch was Design angeht, auf der anderen Seite wird sich in der Zukunft der Markt noch sehr stark entwickeln. Auch früher gab es schon einen hohen Designanspruch, aber nicht jeder wollte Geld für Design ausgeben. Das entwickelt sich zum Positiven."

Über die zahlreichen Präsentationen, Workshops und Podiumsdiskussionen (u. a. zu den Themen u.a. Beleuchtung, Evolution des Designs von Dubai, Perspective Architecture, Design und Construction, From Fashion to Design, Happiness by Design, How to grow your own Design Brand)  zu berichten würde wieder mal unseren Rahmen sprengen. Für uns als Berichterstatter einsichtsreiche Tage. Wie viel fruchtbringender wohl erst für Designer?!

Die Dubai Design Week steht unter der Schirmherrschaft Her Highness Sheikha Latifa Bint Mohammed bin Rashid Al Maktoum, stellv. Vorsitzende des Dubai Culture & Art Authority.

Die Ausstellung ist Partnerschaften mit den sechs wichtigsten Design Weeks von Peking, Helsinki, Melbourne, San Francisco, Mexiko und Istanbul eingegangen, um deren aufstrebende Designer in Dubai vorzustellen, was zeigt, dass Downtown Design Dubai zum globalen Event geworden ist.


Die Downtown Design wurde von den Ausstellern sehr gut angenommen; die Qualität der Aussteller, als auch das designinteressierte Fachpublikum war eine perfekte Partnerschaft. Die Organisation in fachkundige Hände wie der von Rue Kothari zu geben, war eine kluge und - wie man sah  - lohnende Entscheidung.



Bericht: Marlamaria

Fotos: Paule Knete für Classy Dubai


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