Das ist Dubai – 24 typische Einblicke

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Quelle: Fotolia/Naufal Photography
Quelle: Fotolia/Naufal Photography

Es gibt Sachen, die gibt es nicht. Außer in Dubai. 24 typische Einblicke.

Man übertreibt nicht, wenn man sagt, Dubai sei einer der spannendsten Orte der Welt. Gerade jetzt, Jahre nach der Krise und vor der Weltausstellung „Expo2020“. Aufregend, in Echtzeit zu beobachten, wie sich die Stadt entwickelt: Neue Gebäude (wir warten mit Spannung auf die Fertigstellung des Towers OPUS in Business Bay, von Zaha Hadid Architects), Restaurants mit neuen Konzepten, internationale Stars aus Film und Musik treten in Dubai auf, Kunst, Mode und Design erleben eine rasanten Aufschwung. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, sie ist sogar erwünscht. Auf die Verwandlung dieser Metropole werden wir in einigen Jahren zurückblicken und sagen, dass wir durch eine sehr bemerkenswerte Periode der Geschichte Dubais gegangen sind.

Bridge at Dubai Fountaines Quelle: (C) 2015 Classy Dubai/Paule Knete
Brücke an den Fontänen

Wer in Dubai lebt, den werden einige der folgenden Dubai-typischen Situationen zum Lächeln bringen. Für alle die Dubai vom Urlaub her kennen oder planen, nach Dubai zu reisen, werden erkennen, der Spruch „Andere Länder, andere Sitten“ hat seine Berechtigung.

Wir leben gerne hier und haben uns mit der besonderen Atmosphäre arrangiert.


1. Adresssystem.

Es gibt hier kein Adresssystem, was Taxibestellung oder Lieferservice zu einer Herausforderung macht: „Wir wohnen in der Straße hinter der Airport Road, aber vor dem Kreisverkehr, dann rechts an der Moschee vorbei und mach einen ‚U-Turn‘. Es ist das zweite Gebäude auf der rechten Seite“. Glücklich wer in der Nähe eines bekannten Orientierungspunktes wohnt. Pech hat der Besucher der sich nicht auskennt. Die Regierung hat das moderne „Makani“-System mit 10-stelligen Codes für jedes Haus gestartet, doch es ist vor allem für Rettungswagen und Feuerwehr sinnvoll. Ein Taxifahrer oder Besucher kann damit nichts anfangen.

2. Taxi.

Du kennst die Route besser als der Taxifahrer. Ja, es ist so!

3. Händchenhalten.

Männer sind hier häufig Hand in Hand gehend zu sehen, wo  Ehepaare hingegen sich in der Öffentlichkeit keinen Kuss geben dürfen. Händchenhaltende Männer sind im nahöstlichen Kulturkreis durchaus üblich, sie bringen ihre Freundschaft so zum Ausdruck.

4. „No problem“

...ist wahrscheinlich das erste was jeder in Englisch lernt, wenn er nach Dubai kommt; das wohl meistgenutzte Schlagwort in der Serviceoase. Was auch immer du fragst, es ist immer „No problem“. Aber der Alteingesessene rechnet lieber doch mit dem Problem. Sei es die Lieferung die außerhalb der vereinbarten Zeit kommt, die Klimaanlage ist im Hochsommer kaputt und die Techniker kommen, wenn man Glück hat, noch am selben Tag. Einmal hatten wir unserem Gärtner, des Englischen nicht mächtig, mit Farbfotos – an den entsprechenden Stellen im Garten platziert - erklärt, wo wir welche Pflanzen hinhaben wollten. Er: „No problem“. Am nächsten Tag beim Blick in den Garten sahen wir die Blumen und Sträucher nach seiner eigenen, nicht wirklich besseren Kreation, gepflanzt. Wir nehmen es locker. Auch, dass Rasensprenger und Schlauchdüse immer wieder verschwanden. Dies „seltsame“ Plastikteil hat er mehrfach abgebaut und weggetan. Der Strahl am Schlauchende lässt sich seiner Meinung nach mit dem Daumen besser steuern, obwohl er jeden Morgen den ganzen Rasen wässern muss. Ok. „No problem.“
„No problem“ ist es aber auch, am Wochenende oder Feiertags Möbel zu kaufen, die noch am selben Tag geliefert und aufgestellt werden. Oder um 22 Uhr im Lebensmittelladen anzurufen, dass dein Mineralwasser oder Eiswürfel alle sind oder du eine Speicherkarte für die Partyfotos brauchst. Minuten später steht jemand mit dem Gewünschten an der Tür. „No problem“ aber auch, dass Knöllchen per sms verschickt werden und du nur einmal im Jahr bezahlen musst. Diese Liste könnten wir noch unendlich weiterführen.  

(Sie können uns gern Ihre Erfahrungen schreiben und wir veröffentlichen Sie auf unserer Website. Email an marlamaria@classy-dubai.com)

5. Straßen.

Die ewig und/oder immer wiederkehrenden Straßenbauarbeiten sind einfach zu „lustig“. Wenn du morgens das Haus verlässt und deine Route fährst, kann am Abend die Kreuzung gesperrt und die Straße schon längst woanders langführen. Die Bewohner der Business Bay können ein Lied davon singen.

6. Pünktlichkeit.

Dies ist der Deutschen Vorzeigetugend. Hierzulande sind 30 Minuten Verspätung oft normal. Ein deutsches Meeting beginnt pünktlich und mit dem Besprechungsthema. Ein Meeting hier beginnt mit der eindringlichen und ausführlichen Erkundigung über das Befinden des Gegenübers und das seiner Familie. Hat auch was.

7. Steuerfreiheit.

Steuern wie man sie in Deutschland kennt, gibt es hier nicht. Brutto gleich Netto. Auf der anderen Seite zahlen wir aber eine Menge Gebühren, oder jährlich für die Verlängerung der Unternehmenslizenz. Es gibt auch solche über die wir schmunzeln müssen, wie zB. Knowledge Fee und Stamp Fee. Der Banker der die 10 Dirham (2 EUR) „Knowledge Fee“ (Wissensgebühr) kassierte, sagt - mit ernster Miene - das bedeutet, er wisse wo der Stempel hin muß.

8. Sommer 1.

Wenn der Wind heiße Luft wie aus einem Fön bläst und die Sonnenbrille beschlägt sobald man das Haus oder Auto verlässt, here we are, it´s Summer Time.

9. Sommer 2.

Touristen gehen im Sommer auch bei fast 50 Grad an den Strand. Wir gehen für mindestens vier Monate keiner Außenaktivität mehr nach. Unser Leben spielt sich in den Malls, Clubs oder nach Sonnenuntergang ab.

10. Sommer 3.

Wundere dich nicht, wenn Du auf der Terrasse am Wasser die Zigarre nicht angezündet bekommst. Man nennt das Luftfeuchte.

11. VVVIP Tickets.

Ein VIP Ticket für welche Veranstaltung auch immer, ist nicht unbedingt das exklusivste Ticket. Augen auf beim Ticketkauf. Denn auch hier gibt es noch Luft nach oben: VIP Gold Ticket, VIP Diamond Ticket, VIP Platinum Ticket… und der Preis kann einem dann aber auch die Tränen in die Augen treiben.

12. Zeitvertreib.

Es ist tatsächlich möglich einen kompletten Tag in einer Mall zu verbringen und ggf., wenn es die Dubai Mall ist, immer noch nicht alles gesehen zu haben. Frühstück, Shopping, Kaffee, Shopping, Eislaufen, Mittagessen, Aquarium (inklusive Krokodil-, Hai- oder Rochenfütterung für 200AED/50 EUR), Shopping, Fontänen, Dinner usw.

13. Exit 1.

Eine verpasste Ausfahrt zwischen Dubai und Abu Dhabi ist alles was man braucht, um der Reise eine Stunde hinzuzufügen.

14. Exit 2.

Wenn ein Auto auf dem Highway dir urplötzlich rechtwinklig den Weg abschneidet - von der vierten Spur links von dir kommend – um abzubiegen, das ist Alltag. Die Polizei gibt sich alle Mühe; Straßenqualität und -breite, Kennzeichnung der Fahrstreifen oder die zweisprachige Ausschilderung der Straßen sind in Dubai absolute Weltklasse, doch viele Fahrer sind es nicht. (Statistik angeklagter Fahrer)

Und doch überwiegen die vielen Annehmlichkeiten die unser Leben in Dubai zu diesem einzigartigen Lebensstil werden lassen:

Dubai - Strand des Mina A'Salam (C) 2015 Classy Dubai/Paule Knete
Strand des Mina A'Salam

15. Berge und Meer

Wir haben den Strand vor der Tür, die Wüste hinterm Garten und wer mag kann auch einen Ausflug ins Gebirge machen. Wir haben den höchsten Turm der Welt und die größte Shopping Mall. Wir haben fast 365 Tage Sonne im Jahr und die Menschen hier lieben es, sich schön zu kleiden. Eine Wohltat für die Augen.

16. Shopping

Die Shopping Malls haben bis 10 Uhr abends und am Wochenende bis 1 Uhr Nachts geöffnet.

17. Benzin

... ist so günstig. Da Dubai kein eigenes Öl hat, kann es daran nicht liegen. Da macht sich wohl das Fehlen der Mineralöl-, „Öko“-, Mehrwertsteuer bemerkbar. Sprudelwasser kostet etwa ab 3,33 AED/0,75 EUR/l, ein Liter „Spezial“-Benzin dagegen nur 1,72 AED/0.43 EUR

18. Sicherheit.

Die Kriminalitätsrate ist hier so niedrig, dass sie kaum erwähnenswert ist. Gerade als Frau kann man nachts allein unterwegs oder im Parkhaus sein, ohne Angst haben zu müssen. Wohnkomplexe und Tower sind von privaten Security-Leuten bewacht.

19. Gourmets und Gourmands

Dubai ist ein Gastronomie-Erlebnis. Es eröffnen ständig neue Restaurants mit frischen Konzepten, Gourmet-Festivals finden statt, Sterneköche geben sich die Klinke in die Hand. Dubai pflegt eine Ausgehkultur. Frühstück, Brunch, Lunch, Dinner. Gerade in den Wintermonaten, wenn man wieder draußen sitzen kann, nutzen „Expat & Local“ dies ausgiebig. Abseits der Touristenhotels finden sich lauschige Restaurants am Meer, aber auch verborgene Spezialitäten-„Gaststätten“, wo die Insider fangfrischen Fisch auf Plastikhockern sitzend verzehren.

"Erfolg, Triumph und Liebe" - Gruß des Scheichs
"Erfolg, Triumph und Liebe" - Gruß des Scheichs

20. Think Big.

Der Herrscher Dubais hat große Visionen und - das ist das Entscheidende - viele von ihnen umgesetzt, gerade weil es vieles vorher noch nicht gegeben hat. Die Einheimischen goutieren das. Die positive Denkweise färbt ab und inspiriert. Klasse. Auch die jungen Emiratis die wir kennen, sind begeistert von den Möglichkeiten und der Unterstützung, die ihnen in Bildungswesen und Entrepreneurship geboten werden, wie wir es in Deutschland nicht kennen.
21. Lifestyle

In Dubai zeigt man gerne was man hat. (Wer das braucht!). Aber es ist schön zu sehen, dass es keinen Neid hervorruft, sondern Ehrgeiz sich anzustrengen.
22. Zweihundert Nationen

Der Ausländeranteil in Dubai beträgt 85%. Es leben und arbeiten Menschen aus allen Nationen, verschiedensten Kulturen oder Religionen in einem Land zusammen und es funktioniert. Ausländerfeindlichkeit – ein Fremdwort. Eher nimmt man sich jovial gegenseitig auf den Arm.
23. Leben und leben lassen

Gärtner, eine Hausmaid, ein Kindermädchen und/oder ein Fahrer sind in vielen Haushalten zu finden. Büros haben ihre eigenen Kaffeekellner für das Personal. Natürlich könnten wir den Garten selber pflegen und unseren Kaffee selber holen. Doch: Sie versorgen mit dem Einkommen ihre Familien zu Hause auf den Philippinen, in Bangladesch oder Pakistan – und wir bezahlen ordentlich.
24. Neue Freunde

Auch wenn die deutsche Gemeinde nicht zu den Großen zählt (Indien führt hier mit 27% der Einwohner vor Pakistan): Wer ohne Familie hierher kommt findet schnell Anschluss und deine Freunde werden hier zu deiner Familie.


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