Dubai Design District "d3" –  Tore für Kreative weit geöffnet

Mit freundlicher Genehmigung - Copyright 2015 Dubai Design Distric d3

Vier Gründe warum der neu eröffnete Dubai Design District auch für Deutsche interessant ist

Teil 1 unseres Berichtes


Die beständig wachsenden Wohn-, Arbeits- und Freizeitkomplexe der Millionenmetropole in der wir leben, ringen der Wüste neue Flächen ab. Diese Dynamik nur der Weltausstellung 2020 zuzuschreiben, die den Boom zweifelsohne befeuert hat, griffe viel zu kurz. Dubai erlebt die stetige Umsetzung einer Vision.

Ein für Unternehmer, Künstler und Designer in aller Welt gleichermaßen bahnbrechendes Projekt hatte im April Premiere. Dubais Design District d3.

Dubai Design District                                 (c) 2015 Classy Dubai
Dubai Design District (c) 2015 Classy Dubai

Das „Meet d3“-Event zog - in der an Spitzenveranstaltungen nicht eben armen Stadt - über 30.000 Besucher an.


Warum kommen - neben den „Kreativen“, potentiellen Mietern und Gründern - die Einwohner der Stadt in Scharen?


In den Bereichen Kunst, Design, Mode, Performance, Musik, aber auch Food & Beverage bot der District Überragendes an.

Die Ausstellungen, Shows, aber besonders auch die Vorträge international erfolgreicher Experten wie Steffen Siegel von „Not Just A Label“ oder der Fashion-„Trendforscherin“ Li Edelkoort entfalteten nahezu magnetische Wirkung.


Was macht die Faszination dieses weltweit einzigartigen Design District aus?

Einerseits die wirtschaftliche Komponente. d3 ist, wie sollte es in Dubai auch anders sein, eine weltweit einmalige Sonderwirtschafts- oder wie man hier sagt „Free Zone“. d3 ist speziell geschaffen für die Ansiedlung und Entwicklung kreativer Unternehmen und Künstler aus aller Welt. Von Weltmarken wie Hugo Boss bis zum Newcomer. Das Projekt wird eine Fläche von über 200 Hektar umfassen und Hunderten Unternehmen für ihre lokalen und weltweiten Aktivitäten in Mode, Design und Kunst Platz bieten. Phase 1, die Büro- und Retailflächen, wird eben fertiggestellt. Die Mieter ziehen in die ersten der insgesamt elf Gebäude schon ein. Unternehmensgründung, Vermietung, Bank- und Visaangelegenheiten werden unter einem Dach in Rekordzeit erledigt. „Steuer“ ist, bei garantierten 50 Jahren Steuerfreiheit, ein Fremdwort. Ziel der Regierung ist mit dieser Freezone auch Existenzgründern unter die Arme zu greifen und alle bürokratischen Hürden aus dem Weg zu räumen. Service? Allgegenwärtig, nicht nur für die ansässigen Firmen, sondern für alle Bürger. Die Freezone ist - inklusive Shops und Behörden – für jeden offen, Gäste willkommen. Die Erdgeschosse gehören dem Retail-Sektor: Restaurants, Bank, Coffee Shops, Geschäfte und mehrere bekannte Galerien finden hier ein zu Hause. Der Andrang ist enorm. Für die aktuellen 30 Flächen gab es 2000 Anfragen und schließlich 400 Bewerber. Auch Hotels werden hinzukommen, erzählt uns die deutsche Retail-Direktorin Heike Wilson später im Interview.


Zweitens, das architektonische Element: Die junge, aus dem Sand gestampfte Stadt Dubai hat keine alten Fabriken in deren Lofts sich Künstler niederlassen könnten. Trotzdem ist d3, wie der Ortsunkundige annehmen könnte, keine Sammlung von Ateliers und Werkstätten in seelenlosen Neubauten. Namen wie Norman Foster sprechen für sich. Bis Juni wird das Dutzend Gebäude der ersten Ausbaustufe fertiggestellt sein. Mehr als zwei Drittel der 120.000 qm sind schon jetzt vermietet. Sie werden 11.000 Menschen Platz bieten. Der kreative, urbane Look wird bis ins Detail verfolgt. Allein für die Bänke im Außenbereich wurden 125 Vorschläge begutachtet. „Hai d3“, der strahlendweiße Container-Cluster in dem sich Management und Präsentationsräume für die Designer befinden, lässt erahnen welch bahnbrechender Ansatz hier verfolgt wird. Wenn uns etwas schwer fiel, dann die Auswahl der Fotos für die Galerie.


Drittens, die urbane Szene: Wer Dubai wirklich kennt, kokettiert unvermeidlich mit der Glitzerwelt aus Luxus, Lifestyle, Mode, Sport, Freizeit und liebt die ethnisch-kulturelle Koexistenz (wenn nicht gar Verschmelzung) von Orient und Okzident. Wer wie wir Berlin liebt und buchstäblich am Hackeschen Markt er-lebt hat, vermisste hier trotzdem etwas: Den urbanen Charme der kreativen Szene. Bislang. d3 wird – für eine Freezone einmalig - erstmals neben dem Mix aus Büros, Designstudios, Einzelhandel über zahlreiche Veranstaltungsorte, Restaurants (Lizenzen für den roten oder weißen Schoppen und ein zünftiges Bier sind erteilt) und Hotels verfügen. All das jedoch mit dem Anspruch – "Ideenreichtum". Stereotype haben keine Chance. Kreative, originelle Konzepte sind ausdrücklich gefordert. Doch was wäre eine Stadt nur aus Büros und Hotels? Geplant sind Apartments für Tausende Einwohner. Der District liegt am Wasser, dem Dubai Creek, der derzeit bis ins Meer verlängert wird. (Übrigens ein lohnendes Exkursionsziel für deutsche Planer, zu sehen wie die 12-spurige Sheikh Zayed Road dafür umgeleitet wird – reibungslos.) Die Gäste werden beim Glas Wein vom Restaurant aus den Blick auf die vorbeiziehenden traditionellen Dhows und Yachten genießen können. Eine Ausnahme in Dubai, Alkohollizenzen für selbstständige Restaurants die nicht Hotels gehören, sind ansonsten eine Rarität. Ende 2019 könnte der Design District eine eigene Großstadt in der Großstadt sein, mit über 150.000 Einwohnern.


Heike Lieb-Wilson, Retail-Direktorin aus Deutschland
Heike Lieb-Wilson, Retail-Direktorin aus Deutschland

Viertens, der spezielle Ansatz:

d3 unterscheidet sich deutlich von anderen Freezones durch den Anspruch ausgesprochen kreativ und alternativ zu sein. Die Schöpfer nennen es „boutique nature“. Regierung und Management legen großen Wert auf die Qualität der Marken bzw. auf Innovationen und maßgeschneiderte Konzepte für d3.


Wenn uns als verwöhnte Dubaianer das „d3“ dermaßen beeindruckt, sagt das einiges über das erstrangige Format und den originalen Charakter dieser Oase für kreative „Welteroberer“ aus. Wir können den ins Auge fallenden Niveaugewinn bewerten.


Wie attraktiv ist wohl eine Designer-Stadt mit eigener Behörde für die Unterstützung der Unternehmensgründung erst für ambitionierte Unternehmer und Gründer aus Deutschland?!


Doch wie immer beeindrucken uns vor allem die Menschen hinter diesem Erfolg: Lesen Sie am Dienstag mehr darüber in unserem Interview mit Heike Lieb-Wilson (Bild rechts).




Wird fortgesetzt.

Dienstag Teil 2: Interview mit Heike Lieb-Wilson

Text: Marlamaria

Fotos: (c) 2015 Classy Dubai by Marlamaria


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